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Musikalische Zeitreise durch die Popgeschichte - MAIPRESS Medienservice

Hans-Gerhard Maiwald
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Stand: November 2025
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Musikalische Zeitreise durch die Popgeschichte

<Rezensionen>


Gelungenes Chorprojekt:
 
 
Eindrucksvolle Zeitreise durch die Pop-Geschichte
 
 
Netphen-Salchendorf. „Du kannst die Musik nicht berühren, aber sie dich“. So, das Motto des in der Tat ungewöhnlichen Konzertes, das der Gemischte Chor „Treue“ Salchendorf im Rahmen eines Chorprojektes gewissermaßen als Abschluss auf die Beine gestellt hatte. Und so war denn auch die St. Nikolauskirche des Ortes voll besetzt.
 
Unter dem Konzerttitel „Quer Beet“ unternahm der unter künstlerischer Leitung von Anush Mkrtchyan stehende Chor eine eindrucksvolle Zeitreise durch die Pop-Geschichte.  Weitere Mitwirkende waren Peter Hinz (Klavier), das Gossec-Quartett, Felix Greitemann (Schlagzeug), Wolfgang Ponwitz (Bassgitarre) sowie Dominik Engel (Geige).
In Zeiten, wo es einfach schwieriger geworden ist, noch Menschen für den Chorgesang zu begeistern, scheint es unglaublich, dass es Mkrtchyan mit dem Chor gelang, weitere 19 (!) Sängerinnen und Sänger für das Projekt zu gewinnen. Wow! Und wie zu vernehmen war, wollen alle auch nach dem Projekt noch im Chor weitersingen. Ist das nicht toll?
  
Mit dem 1. Titel „I will follow him (aus Sister Act), ging der Chor mit dem Begleit-Ensemble voll zur Sache. Wunderschönes Feeling und viel Dynamik setzten bereits hier erste Akzente. Anschließend begrüßte die Vorsitzende Carolin Klein das Publikum und hatte mit einem besonderen Klangerlebnis keineswegs zu viel versprochen. Klein erwähnte, dass die Chormitglieder anfangs gesagt hätten „das schaffen wir nie“, doch letztlich sei es Anush Mkrtchyan gewesen, die es stets verstanden habe, mit viel Diplomatie und Feingefühl zu dieser Leistung zu motivieren.
Weiter ging es mit „Fix you“ (Coldplay) im Repertoire, wobei hier Peter Hinz und das Gossec-Quartett die rhythmische Begleitung übernahmen. Einer Perle folgte die andere: Das berühmte „Highland Cathedral“ (die Komposition beruht auf einer schottischen, sakralen Dudelsack-Melodie) wurde als reiner Instrumentalbeitrag von Peter Hinz am Klavier und dem Gossec-Quartett dargeboten. Alle zeigten sich dabei als versierte Musiker.
 
Ein reiner Instrumental-Vortrag war danach der Satz „Highland Cathedral“ mit Peter Hinz am Klavier und Dominik Engel an der Geige. Sehr melodiös und ausdrucksstark dann „Nella Fantasie“ vom Gemischten Chor, als Solistinnen brillierten Anna Neuser und Monika, den musikalischen Background übernahmen wieder Peter Hinz am Klavier und das Gossec-Quartett. Das Lied handelt von dem Wunsch nach einer besseren Welt, in der Menschen in Frieden und Ehrlichkeit leben.
 
Es folgte der rein instrumentale Satz „Highland Cathedral“ mit Peter Hinz am Klavier und Dominik Engel auf der Geige. Der Name beruht auf einer sakralen, schottischen Dudelsack-Melodie – hervorragend interpretiert, wonach wieder der Chor an der Reihe war. Geboten wurde von ihm „Nella Phantasie“, als Solistinnen brillierten Anna Neuser und Monika Schöler. Begleitet wurden der Salchendorfer Chor hierbei von Peter Hinz (Klavier) und dem Gossec-Quartett. Das Lied thematisiert den Wunsch nach einer besseren Welt und basiert auf dem berühmten Musikstück „Gabriel ’s Oboe“ von Ennio Morricone. „Will you be there“ stammt von Michael Jackson und bedeutet „Wirst du das sein?“, was oft Emotionen und Tränen erweckt.  Es begleiteten wieder Peter Hinz auf dem Klavier und diesmal Felix Greitemann auf dem Schlagzeug. Einfach großartig interpretiert!
 
Etwas ganz besonders wurde dann mit dem „Kanon in D für drei Violinen und Generalbass“ als reiner Instrumentalvortrag geboten. Es musizierten das Gossec-Quartett (Dominik Engel, 1. Violine; Christian Löbbecke, 2. Violine; Hannah Weber, 3. Violine/Viola und Theodor Kilian (Violoncello). Zur Erläuterung: Eine Viola ist größer[A1] [A2] und eine Quinte (Fünfton-Abstand) tiefer gestimmt, ein Violoncello ist ein „kleiner Violone“ große Viola). Mit Abstand Pachelbels populärste Komposition, durch die sein Name im Bereich der Crossover- und der Popmusik präsent ist. Nach zwei weiteren Vorträgen des Gemischten Chores begeisterte die diplomierte Sopranistin Anush Mkrchyan mit „Can ’t help falling in love“ unter Begleitung von Peter Hinz (Gesang und Klavier), Felix Greitemann (Schlagzeug) und Wolfgang Ponwitz (Bassgitarre). Den berühmten Song von Elvis Presley setzte die Sopranistin hervorragend um, was auch für das phantastisch interpretierte „Halleluja“ mit Wolfgang Ponwitz (Gitarre) zutraf. Dieses gebrochene Halleluja ist nicht nur Leonard Cohens berühmtester Song, sondern auch sein rätselhaftester: Der Liedtext spielt mit jüdischen, christlichen und buddhistischen Motiven (Quelle: Deutschlandfunk).
  
Nach einem vorletzten instrumentalen Vortrag vollzog sich mit „Abba-Medley“ das Finale. Und das war mehr als stimmgewaltig: Neben dem gemischten Chor „Treue“ begleiteten Peter Hinz am Klavier, das Gossec-Quartett, Felix Greitemann (Schlagzeug) und Wolfgang Ponwitz (Bassgitarre).
Die einzelnen Parts lauteten: „Waterloo, Mama Mia, Honey, Honey und Does your Mother know (beide instrumental), Dancing Queen sowie Thank you for the music”.
Der Beifall wollte fast kein Ende nehmen, so dass eine Auskopplung des Werkes noch einmal angestimmt werden musste. Wie ist so eine herausragende Leistung eigentlich möglich?
 
„Solange wir uns nicht aufgeben, sind wir nicht verloren, sei es ob es um unser Leben oder um eine persönliche, familiäre oder berufliche Krise geht. Wir alle besitzen mehr Kräfte und Begabungen, als wir bisher genutzt haben. Was uns lediglich fehlt, um diese Kräfte zu nutzen, ist die Überzeugung, dass wir sie besitzen“ (Quelle: Psychotipps.com)
Genau dies nämlich traf auch auf den Salchendorfer Chor zu – und Anush Mkrtchyan motivierte ihn entsprechend.
  
Text, Fotos und Videos: Hans-Gerhard Maiwald

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