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Frühlingskonzert der Herzhäusener Chöre - MAIPRESS Medienservice

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Hans-Gerhard Maiwald
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Stand: 25. März 2026
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Frühlingskonzert der Herzhäusener Chöre

<REPORTAGEN 2026>
Forcierter Chorgesang: „Kein Feuer, keine Kohle“

Dreis-Tiefenbach. Voll zur Sache oder auch mit „vollem Gesang“ ging es am vergangenen Samstag-abend in der gutbesetzten Dreisbachhalle zu. Und eine reine Chorveranstaltung hatte es dort in dieser Form seit längerer Zeit nicht mehr gegeben. Doch es ist erstaunlich, zu welchen Klangkörpern bestimmte Chöre entwickelt haben.
An dem schönen, harmonischen Konzert nahmen folgende Chöre teil:
 
Der Männerchor (Leitung: Moritz Schönauer) sowie der Frauenchor Herzhausen (Leitung: Christine Uhl) in wechselnden Auftritten und der Junge Chor „Chorazon“, Möllmicke, welcher ebenfalls von Moritz Schönauer geleitet wird.
Unter den Gästen befanden sich Marco Müller, Bürgermeister der Stadt Netphen, Jochen Krüdelbach, Ortsbürgermeister von Herzhausen, Elke Bruch, Vertreterin im Rat der Stadt Netphen sowie alle Vertreter der Ortsvereine.


 
Zur Eröffnung des Konzertes brachte der Männerchor Herzhausen markig und mit reichlich Verve den „Festgesang“ zu Gehör. Ein gelungener Auftakt! Unter den weiteren Titel wurden „O Sacrum Convivium“ und „Loch Lomond“ geboten.
 
Der Frauenchor hingegen begann sein Repertoire mit dem alten Thema „Liebe“: „Kein Feuer, keine Kohle“ …kann brennen so heiß. Als heimliche Liebe, von der ich nichts weiß. Auffallend war, welche erstaunlich hohen Tonlagen dabei einige Damen erreichten. Und noch etwas hatten sie parat: „Ich schenk dir einen Schutzengel“. Ja, wer wünscht sich diesen nicht?
 
Der junge Chor „Chorazon“ sind rund 20 Frauen und Mädels im Alter von 19 bis 32 Jahren, die viel Schwung in die Chorszene gebracht haben. Mit viel Temperament und vokaler Ausdruckskraft überraschte sie u. A. bei den Titeln Wannabe“, „Down“ in the River to pray“ und „Bruder Jacob“.
 
Das Thema „Liebe“ griff anschließend verschmitzt der Herzhäuser Männerchor mit dem Titel „Mein Mädchen“ wieder auf und erfreute ausdrucksstark u. a. mit „I will praise Thee o Lord“.
 
„Ich wollte nie erwachsen sein“ – das ist ein Titel von Peter Maffay, bekannt auch als „Nessajas Lied“. „Hab' immer mich zur Wehr gesetzt. Von außen wurd' ich hart wie Stein. und doch hat man mich oft verletzt“ Sehr authentisch vorgetragen vom Frauenchor Herzhausen gab es dafür stürmischen Applaus. Heimatlich der Liedbeitrag „Da unten im Tale“ (ist auch noch in 2026 aktuell) sowie „Kein schönes Land“. So stand es im Programm, doch offensichtlich handelte es sich um das Volkslied „Kein schöner Land“, das mit viel Herzblut und in warmer Klangfarbe dargeboten wurde.
 
Der junge Chor „Chorazon“ begann seinen letzten Block mit einem Spiritual „Joshua fit the battle of Jericho, der sehr innig dargebracht wurde und machte einen Abstecher mit „Supermarket Folwers“. Und zum Schluss hieß es noch: „Die Becher erhebet“, Warum nicht, denn trotz aller gegenwärtiger Unbill muss das auch mal sein.
  
Alles geht einmal zu Ende, und so gruppierten sich der Männerchor und Frauenchor Herzhausen zum Finale noch einmal auf der Bühne um gemeinsam in die Komposition „The Parting Glass“ einzustimmen. „Also füllt für mich ein Glas zum Abschied“ ist die melancholische Aussage dieses Liedes, das auch in starker Ausdruckskraft dargeboten wurde.
 
Als stürmisch erklatschte Zugabe gab es noch den letzten gesungenen Titel vom Jungen Chor Chorazon „Die Becher erhebet“ noch einmal. Ein schöner Beweis dafür, dass auch in der gegen-wärtigen Zeit der Chorgesang keineswegs ausgestorben ist und einiges zu bieten hat. Chöre zählen mit zu den tragenden Säulen der Kulturszene und sind ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt.
 
Text, Fotos und Videos: Hans-Gerhard Maiwald

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