Zeitreise durch die Pop-Geschichte Teil 2
<REPORTAGEN 2026>
Pop-Zeitreise in der St. Nikolauskirche:
Salchendorfer Chor „Treue“ begeistert mit orchestraler Brillanz
Netphen-Salchendorf. Ein musikalisches Feuerwerk, das die Grenzen des klassischen Chorgesangs sprengte, erlebten die Besucher am vergangenen Samstagabend in der St. Nikolauskirche Netphen-Salchendorf. Der Ge-mischte Chor „Treue“ Salchendorf, der Gastchor „Notencocktail“, Eichen-Bockenbach sowie das Gossec-Streich-quartett (Leitung: Dominik Engel) luden zum zweiten Teil ihrer großen „Zeitreise durch die Pop-Geschichte“ – und lieferten Chor-Power von absolutem Format ab. Zur weiteren Instrumentalbegleitung zählten Wolfgang Ponwitz (Gi-tarre und Bassgitarre), Moritz Mann (Schlagzeug) und Peter Hinz (Piano). Die Gesamtleitung oblag der gebürtigen Armenierin und diplomierten Spitzen-Sopranistin Anush Mkrtchyan, was internationales Niveau und spürbares Tem-perament auf die Bühne brachte. Der Eintritt war übrigens frei; eine Spende konnte gegeben werden – das ist kei-neswegs immer üblich!
Insgesamt 14 perfekt arrangierte Titel (inklusive einer Zugabe) kamen im Laufe des Abends zum Vortrag. Dass Welthits von Queen, Michael Jackson und Coldplay in solch orchestraler Brillanz erstrahlten, lag an der musikalischen Gesamtleiterin Anush Mkrtchyan. Die gebürtige Armenierin und diplomierte Spitzen-Sopranistin brachte internatio-nales Niveau und spürbares Temperament auf die Bühne. Das musikalische Fundament legte die hochkarätige In-strumentalgruppe: Peter Hinz überzeugte am Piano, Wolfgang Ponwitz setzte an Bass und Gitarre Akzente, während Moritz Mann am Schlagzeug für den präzisen Rhythmus sorgte.
Den Auftakt machte der Gemischte Chor „Treue“ Salchendorf mit dem prägnanten Titel „Rock Me Amadeus“ (Falco). Bereits hier merkte man, zu welchem Klangkörper Mkrtchyan den Chor geformt (und ihm auch einiges abverlangt) hat. Stets bringt sie bei den Proben zum Ausdruck, wo noch „Luft nach oben“ ist. „Nobody is perfect“, heißt es be-kanntlich.
Anschließend nahm der Chorsprecher, Daniel Weber, die Begrüßung vor, freute sich über das zahlreiche Erscheinen des Publikums und betonte die Kraft und Stärke von Gesang und Musik. Danach gab der Gemischte Chor mit „Roll-ing in the deep (Adele) seinen zweiten Vortrag.
Nun war erst einmal das Gossec-Streichquartett an der Reihe mit dem Titel „The Show must go on“ (Queen) – Die einzelnen Musiker/innen sind: Dominik Engel (1. Violine und Gesamtleitung), Christian Löbbecke (2. Violine), Han-nah Weber (3. Violine/Viola) und Theodor Kilian (Violoncello). Die weiteren Vorträge des Gemischten Chores formten sich unter Anush Mkrtchyan zu einem traumhaften Klangerlebnis.
Eine Zwischeneinlage lieferte Wolfgang Ponwitz auf seiner Gitarre: „Santa Cruz“ (David Qualey). Ponwitz gefiel dabei durch seine filigrane und melodisch schwingende Grifftechnik.
Eine Zwischeneinlage lieferte Wolfgang Ponwitz auf seiner Gitarre: „Santa Cruz“ (David Qualey). Ponwitz gefiel dabei durch seine filigrane und melodisch schwingende Grifftechnik.
Doch der Salchendorfer Chor hat auch Solisten in seinen Reihen: Nach dem 7. Titel „Fix You“ (Goldplay) das für eine Ex-Ehefrau geschrieben wurde, begeisterte in dem darauf folgenden Vortrag „Will you be there“ (Michael Jackson) Margarethe Kringe mit einem tollen Solo inklusive verbaler Sprecheinlage.
Das renommierte Gossec-Streichquartett setzte mit „Cinema Paradisco“ noch einmal markante Akzente, ehe der Gastchor „Notencocktail“ mit „Sailing“ (Rod Steward) und „Wunder geschehen“ (Nena) die Chorvorträge harmonisch ergänzte.
Den emotionalen Höhepunkt setzte die Dirigentin selbst:
Ihr Solo von „Amazing Grace“, unter Begleitung von Wolfgang Ponwitz, ging regelrecht unter die Haut. Fast konnte man eine Stecknadel fallen hören!
Ihr Solo von „Amazing Grace“, unter Begleitung von Wolfgang Ponwitz, ging regelrecht unter die Haut. Fast konnte man eine Stecknadel fallen hören!
Als 13. (und offiziell letzten) Titel des Abends läutete ein monumentales ABBA-Medley von „Waterloo“ bis „Thank you for the music“ den Endspurt ein, wobei Annette Manche mit einem großartigen Solo brillierte. Klar, dass bei so viel Applaus eine Zugabe gefordert wurde. bevor es zur großen Zugabe kam. Hier schmetterten beide Chöre, das Streichquartett und alle beteiligten Musiker den italienischen Kult-Hit „Sarà perché ti amo“ mit reichlich Verve und Power. Die Kirche bebte, das Publikum hielt es nicht mehr auf den Bänken. Nach regelrechten „Standing Ovations“ mit Blumengeschenken an alle Leiter und Solisten wurde das gelungene Konzert nebenan im Nikolausheim bei Imbissen und Getränken noch lange gefeiert.
Text und Fotos: MAIPRESS Medienservice
Bildergalerie (wird noch weiter ergänzt)
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